Einleitung
Wir sind vor etwa einem Jahr zum ersten Mal mit Melanie in Kontakt gekommen – den meisten besser bekannt als Melli aus dem Garten – zunächst auf TikTok, später dann auch auf Instagram. Was uns sofort verband, war die gemeinsame Leidenschaft für das biologische Gärtnern und die stillen, alltäglichen Rituale, die damit einhergehen. Seitdem konnten wir miterleben, wie ihre Reichweite rasant gewachsen ist. Heute ist Melli eine der einflussreichsten Stimmen der deutschen Garten-Community – geschätzt vor allem für ihren reflektierten Ansatz im biologischen, saisonalen Anbau und für ihre Fähigkeit, Wissen so zu vermitteln, dass es sich zugleich zugänglich und zutiefst persönlich anfühlt.
Dieses Gespräch bildet den Auftakt einer neuen Interview-Serie auf dem Heirbloom-Blog. Wir sprechen mit Gärtnerinnen und Gärtnern, deren Arbeit, Werte und Perspektiven die Art und Weise, wie andere gärtnern, nachhaltig prägen. Statt kurzlebigen Trends oder schnellen Lösungen hinterherzujagen, konzentrieren sich diese Gespräche auf die Menschen hinter den Gärten: wie sie denken, wie sie lernen und warum ihre Gärten ihnen so viel bedeuten.
Im Rahmen dieses Interviews freuen wir uns außerdem, eine besondere Zusammenarbeit mit Melli ankündigen zu dürfen: ein kuratiertes Garten-Set, das sie mit derselben Sorgfalt und Intention zusammengestellt hat, die sie auch ihrem eigenen Garten widmet. Wir wollten verstehen, nicht nur was sie ausgewählt hat, sondern vor allem warum.

I. Die Gärtnerin
Bevor wir über Techniken, Social Media oder Empfehlungen sprechen, möchten wir die Person hinter dem Garten kennenlernen. Erzähl uns ein wenig über dich: Wo gärtnerst du und wie haben deine persönliche Geschichte, deine Kultur und deine Werte deinen Umgang mit dem Garten und die Auswahl deiner Pflanzen geprägt?
Ich habe mit dem Gemüseanbau vor vielen Jahren auf einer kleinen Dachterrasse mitten in der Großstadt begonnen. Dort habe ich mir ein funktionales Hochbeet aus Terrassendielen gebaut und im kleinen Rahmen mit dem Gärtnern angefangen. Mit der Zeit kamen immer mehr Töpfe und Kübel dazu. Irgendwann habe ich sogar im vierten Stock Kartoffeln in Pflanzsäcken angebaut. Die Erde ohne Aufzug nach oben zu tragen, war jedes Mal ein anspruchsvolles Sportprogramm.

Schon damals waren mein Mann und ich auf der Suche nach einem Haus auf dem Land. Es hat uns beide dorthin gezogen. Seit meiner Kindheit träume ich davon, ländlich zu leben, am liebsten auf einem Bauernhof mit vielen Tieren. Ein Bauernhof ist es letztendlich nicht geworden, dafür ein Häuschen mit einem großen Grundstück in der Eifel. Hier leben wir heute mitten in der Natur und im Rhythmus der Jahreszeiten.
Meine erste Erinnerung an das Gärtnern ist das Pflücken von Feuerbohnen im Schrebergarten meiner Großeltern. Den größten Teil meines Lebens bin ich ohne Großeltern aufgewachsen, aber die wenigen Erinnerungen, die ich an sie habe, spielen sich häufig genau dort ab. Auch meine Mutter hatte keinen eigenen Gemüsegarten, hat aber seit ich denken kann Gemüse fermentiert, Salzgurken eingelegt und Lebensmittel haltbar gemacht. Dieser bewusste und wertschätzende Umgang mit Lebensmitteln hat mich früh geprägt und begleitet mich bis heute.

„Ein Bauernhof ist es letztendlich nicht geworden, dafür ein Häuschen mit einem großen Grundstück in der Eifel – mitten in der Natur und im Rhythmus der Jahreszeiten.“
Wenn man Zeit in einem Garten verbringt, fallen einem oft wiederkehrende Details auf – Dinge, die fast instinktiv wirken. Jeder Gärtner hinterlässt seine ganz eigenen Spuren. Was findet man immer in einem „Melli-Garten“? Und gibt es eine Pflanze, ohne die du nicht leben kannst, oder eine, die du schlichtweg nicht magst?
In meinem Garten versuche ich vor allem, eine Balance zu schaffen. Geradlinige Gemüsebeete geben dem Gemüse Struktur, während Blumenbeete und große Wildblumenkreise den Insekten Nahrung und Nistplätze bieten. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass diese Insekten die Blüten meines Gemüses bestäuben und so meine Ernte fördern. Dazu kommen eine frisch angelegte Obstwiese im Vorgarten sowie heimische Stauden, Sträucher und Bäume. Neben den heimischen Pflanzen habe ich aber auch Schnittblumenbeete, die es mir ermöglichen, ein Stück Garten ins Haus zu holen. Auch meine Hühner haben ihren eigenen Bereich im Garten.
Eine Pflanze, die in meinem Garten nicht fehlen darf, ist die Tagetes. Sie ist ein idealer Mischkulturpartner: Kohlweißlinge meiden sie, deshalb setze ich sie gerne neben meinen Kohl. Schnecken lieben sie, weshalb sie sich gut als Opferpflanze eignen. So bleibt das Gemüse verschont. Außerdem habe ich eine Schwäche für orangefarbene Blüten, weshalb sie auch optisch perfekt passen.
Viele Gärtner können ihre Verbindung zur Natur bis in ihre früheste Kindheit zurückverfolgen. Was ist deine erste Erinnerung an das Draußensein – vielleicht ein Geruch, eine Textur oder ein kleines Detail, das dir im Gedächtnis geblieben ist?
Seit ich klein bin, gehe ich mit meinen Eltern jeden Herbst Pilze sammeln. Früh aufstehen, die Thermoskanne und Mamas Butterbrote einpacken und dann stundenlang durch die ruhige Natur streifen. Der frische Duft des Waldes, der Morgentau auf dem Moos und der erste aufregende Fund. Das waren einige der schönsten Momente meiner Kindheit.

Interessanterweise waren wir meistens in der Eifel Pilze sammeln, in der Region, die ich heute mein Zuhause nenne. Ich gehe immer noch sehr gerne Pilze sammeln. Mittlerweile ist es ein fester Bestandteil unserer kleinen Selbstversorgung.
„Seit ich klein bin, gehe ich mit meinen Eltern jeden Herbst Pilze sammeln – das waren einige der schönsten Momente meiner Kindheit.“
II. Die Realität des Gärtnerns
Natürlich besteht ein Garten nicht nur aus Schönheit und Fülle. Echtes Gärtnern bedeutet auch Ungewissheit, Fehler und ständiges Lernen. Es läuft selten alles nach Plan, und doch schaffst du es immer, Rückschläge mit echtem Optimismus zu sehen. Kannst du uns von einem „erfolgreichen Scheitern“ in deinem Garten erzählen – also etwas, das nicht geklappt hat, dir aber letztlich etwas Wesentliches beigebracht hat?
Im Grunde scheitere ich jedes Jahr an irgendetwas. Ich habe das aber noch nie als Scheitern empfunden, sondern immer als Lernerfahrung. Letztes Jahr habe ich zum Beispiel versucht, Melonen und Erdnüsse anzubauen. Die Melonen sind vor sich hin gekümmert und die Erdnüsse wurden an den Wurzeln aufgefressen, eine nach der anderen ist eingegangen. Am Ende habe ich ganze anderthalb Erdnüsse geerntet. Das war zumindest für einen Lacher gut.
Für mich ist so etwas kein Rückschlag, sondern eher ein Ansporn, es noch einmal zu versuchen. So ging es mir schon bei vielen Gemüsesorten, und mit jedem Jahr wird es besser. Genau das liebe ich beim Gärtnern. Man lernt ständig dazu und kann sich immer wieder neu ausprobieren. Eines meiner Grundprinzipien ist, jedes Jahr etwas anzubauen, das ich vorher noch nie angebaut habe. Letztes Jahr waren das Luffa Gurken und Tomatillos. Beides werde ich dieses Jahr wieder anbauen.
„Im Grunde scheitere ich jedes Jahr an irgendetwas. Ich habe das aber noch nie als Scheitern empfunden, sondern immer als Lernerfahrung.“
Mit der Zeit werden bestimmte Gewohnheiten und Werkzeuge unverzichtbar – oft auf eine Weise, die man anfangs gar nicht erwartet hätte. Welches Werkzeug oder welcher Gegenstand ist für dich wichtiger geworden, als du es je vermutet hättest?
Ich weiß nicht, ob man sie klassisch als Werkzeug bezeichnen würde, aber ein Hilfsmittel ist für mich unverzichtbar geworden: die Schubkarre. Ich benutze sie ständig. Beim Anlegen meiner Kompostbeete, beim Ausbringen von Mulch, beim Ernten und beim Abtransport von Ernteresten. Bei über 100 Quadratmetern Gemüsebeetfläche kommt da einiges zusammen.
Ich transportiere damit Holzhackschnitzel für die Wege und nutze sie sogar als Auffangbehälter, wenn ich meine Anzuchtplatten mit Erde befülle. Ohne Schubkarre würde bei mir im Garten vieles einfach nicht funktionieren.

Und dann gibt es diese Aufgaben, die selbst die geduldigsten Gärtner auf die Probe stellen. Wenn du einen Zauberstab hättest und eine ganz bestimmte Gartenarbeit nie wieder erledigen müsstest: Welche wäre das?
Mein erster Gedanke war tatsächlich das Rasenmähen. Aber selbst dem kann ich von Zeit zu Zeit etwas abgewinnen. Auf dem Aufsitzrasenmäher hat es fast etwas Meditatives, Bahn für Bahn über den Rasen zu mähen.
Was mein Mann hingegen gerne dauerhaft übernehmen darf, ist das Schneiden unserer Buchenhecken. Sowohl der Schnitt selbst als auch das anschließende Aufräumen bereiten mir nur wenig Freude. Trotzdem liebe ich unsere Hecke sehr. Sie bietet vielen Vögeln Schutz und wertvolle Nistmöglichkeiten und schenkt uns gleichzeitig einen schönen Sichtschutz.
In einer modernen Welt – besonders online – fühlt sich alles immer hektischer an. Das Gärtnern hingegen verlangt einen viel langsameren, saisonalen Rhythmus. Wie hat die Arbeit mit den Jahreszeiten deine Sicht auf die Zeit und das Älterwerden verändert?
Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir in unserer Region noch echte vier Jahreszeiten erleben dürfen. Jede hat ihren eigenen Charme und bringt ihre ganz eigenen Aufgaben mit sich. Besonders im Winter merkt man, wie sehr man die Fülle des Frühlings und Sommers schätzt. Für mich führt das zu einer tieferen Wertschätzung der Natur und ihrer Zyklen.

III. Gärtnern in der digitalen Welt
Irgendwann war dein Garten nicht mehr nur ein privater Rückzugsort, sondern ein Ort, den du mit einem großen Publikum geteilt hast. Wie kam es dazu, dass du angefangen hast, deinen Garten zu filmen? Und was hat dich dazu bewogen, etwas so Persönliches öffentlich zu machen?
Alles begann eigentlich ganz zufällig. Ich habe in meiner privaten Instagram-Story Fotos und Videos von meiner Ernte mit Freunden und Familie geteilt. Die Resonanz war überwältigend: so viel Zuspruch und zahlreiche Nachfragen, dass ich merkte, wie wertvoll es sein könnte, meine Erfahrungen auch mit einem größeren Publikum zu teilen. Für mich war mein Gemüsebeet und meine Ernte etwas ganz Normales, für andere offenbar etwas Besonderes und Inspirierendes.
„Ich habe in meiner privaten Instagram-Story Fotos und Videos von meiner Ernte geteilt. Die Resonanz war überwältigend.“
Als deine Reichweite wuchs, hat sich zwangsläufig auch die Dynamik zwischen dir und deinem Garten verändert. Inwiefern hat sich deine eigene Beziehung zum Gärtnern gewandelt, seit du es öffentlich dokumentierst und teilst?
Mir ist es sehr wichtig, authentisch zu bleiben. Mein Gemüsegarten entstand aus echter Leidenschaft. Er war da, bevor es meine Videos oder Social-Media-Kanäle gab. Ich gärtnere, weil ich es liebe, nicht, um Content zu produzieren. Die Videos und Tipps entstehen aus dem, was ich wirklich im Garten erlebe und umsetze. Mein Ziel ist es, meine Erfahrungen zu teilen und Menschen zu inspirieren, nicht meinen Garten für die Kamera zu inszenieren.
Durch die mediale Begleitung ist ein Stück Spontanität im Garten verloren gegangen. Alles ist mittlerweile gut geplant, damit ich jeden Schritt im Gartenjahr dokumentieren und mit meiner Community teilen kann. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, aber es fühlt sich definitiv anders an.
Große Reichweite bedeutet auch Verantwortung – besonders in einem Bereich, in dem sich Informationen schnell verbreiten. In den sozialen Medien kursieren unzählige Gartentipps, von denen nicht alle hilfreich oder korrekt sind. Welchen Rat liest du immer wieder, dem du aber entschieden widersprechen würdest? Im Gartenbereich distanziere ich mich vor allem von Videos, die mit „Du musst“ oder „Du darfst auf keinen Fall“ beginnen. Ich bin überzeugt, jeder Garten ist anders und jeder Mensch gärtnert auf seine Weise. Gartenarbeit sollte inklusiv sein. Ein dogmatisches „Nur so geht es“ finde ich schade. Viele Wege führen nach Rom. Ich gebe Tipps und teile meine Erfahrungen, aber ich würde niemals behaupten, jemandem etwas vorschreiben zu können. Trotzdem ziehe ich klare Grenzen, etwa bei Tierquälerei. Salz gegen Schnecken auszubringen ist nicht nur grausam, sondern schadet auch dem Boden. Ein weiteres Beispiel ist die No-Dig-Methode von Charles Dowding, nach der ich ebenfalls gärtnere und bei der größere Mengen Kompost eingesetzt werden. Sowohl online als auch offline wurden darüber die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und behauptet, Kompost sei zu „scharf“ und darauf würde gar nichts wachsen. Meine Ernte beweist das Gegenteil. Mittlerweile nehme ich solche Kommentare mit einem Lächeln und lasse lieber die Ergebnisse sprechen. Damit eng verknüpft: Viele Menschen trauen sich erst gar nicht an das Thema Gärtnern heran. Welchen Mythos über das Gärtnern würdest du am liebsten aus der Welt schaffen, um jemandem die Angst vor dem Anfangen zu nehmen? Ein Garten muss nicht zwangsläufig extrem viel Arbeit machen. Mittlerweile verbringe ich oft mehr Zeit mit der Videoproduktion als mit der eigentlichen Gartenarbeit. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich das Leben im Garten deutlich leichter gestalten. Beete nach der No-Dig-Methode mit Kompost anzulegen sorgt zum Beispiel für frische, lockere Erde und reduziert den Unkrautdruck. Mulchen hilft, die Beete feucht zu halten, und das Erziehen von Jungpflanzen zu trockenheitsresistenten Pflanzen verringert den Pflegeaufwand erheblich. Ein Garten erfordert zwar Arbeit, aber mit diesen kleinen Kniffen wird sie deutlich leichter, und das Gärtnern bleibt entspannt und erfüllend. Außerdem empfehle ich jedem, klein zu starten. Wer klein beginnt, kann sich Schritt für Schritt rantasten und Erfahrungen sammeln, ohne dass einem die Gartenarbeit über den Kopf wächst. Die Beetflächen lassen sich später immer noch vergrößern, aber was angebaut wird, muss auch verarbeitet werden. Was motiviert dich, deinen Garten online zu teilen? Möchtest du, dass die Zuschauer etwas aus deinen Videos mitnehmen? Ich liebe es, Lebensmittel wachsen zu sehen. Zu wissen, wo sie herkommen, wie viel Arbeit in ihnen steckt und sie schließlich selbst zu ernten und zu verarbeiten. Genau das möchte ich weitergeben. Ich nehme Menschen mit durch das Gartenjahr und zeige, wie Gemüseanbau im Alltag funktionieren kann. Von der Beetplanung und Voranzucht über Pflege und Ernte bis hin zur Verarbeitung des eigenen Gemüses teile ich meine Erfahrungen und mein Wissen aus dem echten Gartenalltag. Ergänzt werden meine Inhalte durch Rezepte, DIY-Projekte und Einblicke in meine Hühnerhaltung. Der Gemüseanbau und die Hühner haben meine Wertschätzung für Lebensmittel grundlegend verändert. Ich gehe bewusster mit Nahrung um, verschwende weniger und schätze jedes einzelne Lebensmittel heute viel mehr. Mir ist es ein großes Anliegen, Menschen Mut zu machen, selbst anzufangen. Man muss kein Profi sein und es muss nicht alles perfekt laufen, um Freude am Gärtnern zu haben. Für mich ist der Garten ein Ausgleich zum Alltag, ein Ort zum Durchatmen und Abschalten. Dieses Gefühl möchte ich teilen und andere dazu einladen, selbst die Hände in die Erde zu stecken. Ein Grund, warum die Menschen so stark auf deine Arbeit reagieren, ist deine Großzügigkeit: Es geht dir darum, andere zu befähigen, statt sie nur zu beeindrucken. Wie würdest du deine Herangehensweise auf den Punkt bringen? Mein Ziel ist es, Menschen zu inspirieren und ihnen Mut zu machen, selbst mit dem Gemüseanbau zu beginnen. Dabei gebe ich bodenständige und praxisnahe Tipps und teile mein Gartenwissen, um Hemmschwellen abzubauen. Ich bin fest davon überzeugt, dass selbst ein kleines Hochbeet eine enorme Wertschätzung für Lebensmittel erzeugen kann. Schon das Verständnis für Saisonalität oder der Gedanke daran, wie lange es dauert, bis ein Gemüse wächst, kann helfen, weniger Lebensmittel zu verschwenden. Gemüse selbst anzubauen bedeutet außerdem, auf lange Transporte und Verpackungsmaterial zu verzichten. Das ist ein Gewinn für Umwelt und Bewusstsein gleichermaßen. Und selbst angebautes Gemüse schmeckt einfach am besten! Wir freuen uns sehr, jetzt gemeinsam mit dir das Bio-Saatgut-Set herauszubringen. Als wir an diesem Set arbeiteten, fiel uns auf, wie intuitiv du an die Sache herangegangen bist – fast so, als würdest du ein Gartenbeet planen und nicht nur Produkte auswählen. Wie bist du bei der Zusammenstellung deines Sets vorgegangen? Hast du dabei ähnliche Kriterien angelegt wie bei der Entscheidung, was in deinem eigenen Garten einen Platz verdient? Alle 20 Sorten habe ich selbst erfolgreich angebaut, teilweise über mehrere Jahre hinweg. Sie waren die absoluten Stars eines meiner erfolgreichsten Gartenjahre. Ich habe sie geerntet, gegessen und haltbar gemacht und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie wirklich zuverlässig sind. Das sind unglaublich tolle Gemüsesorten, die ich von Herzen empfehlen kann. Ich habe diese Gemüsesorten vor allem ausgewählt, weil sie einen besonders guten Ernteertrag liefern und gleichzeitig unkompliziert in der Pflege sind. Das Set ist eine Mischung aus den verschiedensten Gemüsearten und einigen Besonderheiten und ergibt einen wunderschönen, abwechslungsreichen und bunten Erntekorb. Was fehlt in deinem Garten noch? Mein größter Traum für den Garten ist ein viktorianisches Gewächshaus. Es würde das Herzstück bilden und mir die Möglichkeit geben, wärmeliebende Pflanzen über einen längeren Zeitraum anzubauen. So könnte ich die Gartensaison und damit mein Erntefenster deutlich verlängern. Außerdem fände ich eine Wasserstelle sehr schön. Ich könnte mir zum Beispiel einen Teich vorstellen, der die Artenvielfalt im Garten erhöht und gleichzeitig ein ruhiger Rückzugsort ist, der dem Garten noch mehr Leben und Atmosphäre verleiht. Ich glaube außerdem, dass ein Garten niemals wirklich „fertig“ ist. Deshalb freue ich mich auf viele weitere Projekte und Ideen, die noch kommen werden. Lieben Dank, Melli, dass du deine Gedanken und dein Wissen mit uns geteilt hast.
„Ein dogmatisches ‚Nur so geht es‘ finde ich schade. Ich gebe Tipps und teile meine Erfahrungen, aber ich würde niemals behaupten, jemandem etwas vorschreiben zu können.“


„Für mich ist der Garten ein Ausgleich zum Alltag, ein Ort zum Durchatmen und Abschalten.“
IV. Über den Bildschirm hinaus

„Ich habe diese Gemüsesorten vor allem ausgewählt, weil sie einen besonders guten Ernteertrag liefern und gleichzeitig unkompliziert in der Pflege sind.“

„Ich glaube außerdem, dass ein Garten niemals wirklich ‚fertig‘ ist.“



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